Out of the Rabbit Hole

Ich gebe es zu. Ich hätte mit diesen „Gruß vom Krampus“-Bildern sehr viel vorsichtiger sein müssen. Man kann sowas nicht veröffentlichen, ohne mit den Kosequenzen zu rechnen. Was mir passierte, ist folgendes:

Am ersten Weihnachtsfeiertag kam der Krampus, packte mich in seinen Sack, und ließ mich erst letzte Woche wieder heraus. (Welche haarsträubenden Abenteuer ich dort drinnen erlebte, ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.) Nun bin ich also endlich wieder da.

Als Entschuldigung für meine lange Abwesenheit habe ich euch ein volles Notizbuch mit zukünftigen Artikeln und jede Menge unterhaltsame Videos mitgebracht. Als erstes gibt es diesen praktischen Lifehack, der mir unglaublich geholfen hat. Ihr wisst schon, als ich im Sack vom Krampus war. Da kann  man nämlich keinen Jägermeister kaufen.

Buntstifte

Ihr habt sicher Verständnis dafür, dass erst morgen ein neuer Beitrag erscheint… auch wenn ich mir ganz in echt vorgenommen hatte, pünktlich und regelmäßig zu schreiben. Leider hatte mein Bett heute andere Pläne.
Bis dahin gibt es ein total sinnfreies Foto von einem von mir höchstpersönlich ausgemaltem Ausmalbild. Sowas gibt es ja jetzt an jeder Ecke – Zen-Dies, Entspannungs-Das, Mandala-Wasauchimmer. Ich find das geil, ich stand schon auf Ausmalbilder, bevor es cool war. So ungefähr seit der Grundschule halt. Und wo es jetzt so viel Material gibt, kann ich wenigstens ordentlich ausprobieren, ob dieses ganze „Beschäftigungstherapie“-Zeug was taugt. Coloration vs Depression. Hier:

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P.S. So ganz sinnfrei ist das Motiv natürlich nicht. 

What if this is as good as it gets?

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Es ist nicht einfach. „Aber andere haben es auch schwer und kriegen mindestens doppelt so viel auf die Kette wie du, oder?“, sagt dann die Stimme in meinem Hinterkopf. Stimmt. Ich kriege kein Buch fertig gelesen, keinen Roman geschrieben und nicht mal einen Blogpost fertig. Nicht einen pro Woche, nicht mal einen pro Monat. Ja, ich hab eben viel zu tun.
„Haben andere auch. Geld verdienen für die Familie, heiraten, Verantwortung tragen und dabei sehen die auch noch gut aus, machen Yoga, trinken Chai Latte und selbstgemachte Smoothies, fahren mit dem Rad zum Büro, lächeln ständig und baden ihre 2,4 Kinder mehr als ein Mal pro Woche. Und gehen mit dem Hund raus. Die müssen allesamt ein extatisch schönes Leben haben,“ sagt die Stimme. Weiterlesen

Die Krankheit mit der ich lebe

Diesen Artikel zu schreiben, war nicht einfach. Ich habe eine ganze Weile – über eine Woche – daran gesessen. Es handelt sich um die (von mir übersetzte) Version des „30 Things Meme“ der Kampagne Invisible Illness Awareness Week: 30 Things You May Not Know About My Invisible Illness.

Worum geht es mir dabei? Um Aufklärung, darum, dieser Krankheit ein Gesicht zu geben, mein Gesicht. Zu erklären, vielleicht zu rechtfertigen, was mit mir los ist. Den unangebrachten Kommentaren hinter meinem Rücken nicht wortlos zu begegnen. Und nicht zuletzt darum, denen, die wirklich interessiert sind, einen Einblick zu geben in das, was man bei mir von außen nicht sehen kann.

1. Die Krankheit mit der ich lebe: Multiple Sklerose (eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems, es entstehen immer wieder Entzündungsherde im Gehirn und Rückenmark), Depression („ernste behandlungsbedürftige [psychische] Störung, deren Symptome sich der Beeinflussung durch reine Willenskraft entziehen“). Depression geht sehr häufig mit MS und chronischen Erkrankungen insgesamt einher.

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Mein Gehirn (schematische Darstellung). – stocksnap.io

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Sloppy And Crazy

Inside, outside, all around
We hide in plane sight
Head down

– Storm Large, Inside Outside (from: Crazy Enough)

Du kennst das Gefühl, oder?

Dass du der ganzen Welt etwas vorspielst. Jeden Tag. Dass du versteckst, wer du wirklich bist. Meistens denkst du nicht darüber nach, aber manchmal, da sagt jemand etwas oder tut etwas, das ganz normal ist, das alle sagen oder tun. Und dir wird immer wieder klar, wie weit davon entfernt du bist. Weiterlesen